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erwachsener Whippet

Buch: Whippet - Der richtige Hund für Sie?

Buch: Whippets - einer ist nie genug

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produced by alp in 2001

 
 
 

Ein Whippetwelpe kommt ins Haus

Whippetwelpe 10 Wochen alt

12 Wochen alter Whippetwelpe

Es ist ein langer Weg, bis endlich der langersehnte Whippet ins Haus kommt. Viele Whippetinteressenten gehen inzwischen den besten Weg. Sie haben bereits in einer sorgfältigen Auswahl den geeigneten Züchter und den besten aller Welpen gefunden. Und die Informationen über Aufzucht und Eingewöhnung, Futter und Erziehung sind auch schon vermittelt worden, aber grau...grau ist alle Theorie.

Die Aufregung über das neue Familienmitglied und die Sorge, nur alles richtig zu machen, sind so groß, dass neue Fragen aus der Praxis auftauchen, die nicht vorhersehbar waren, oder deren Antworten durch die ganze Hektik wieder vergessen wurden.

Vorbereitungen, bevor der Welpe einzieht:

1.Zeit- bzw. Urlaubsplanung
2.Schlafplatz bzw. Schlafplätze
3.Zubehör
4.Futter

Dass ein junger Welpe sich zunächst einleben und Vertrauen in seine neue Umgebung gewinnen muss, sollte jedem Besitzer klar sein. Das Zurechtfinden und Lernen einschließlich der Rangeinweisung bedarf der dauernden Anwesenheit des Besitzers bzw. eines erwachsenen Familienmitgliedes. In der ersten Woche sollte der Welpe nicht allein gelassen werden. Erst wenn er ruhig und ausgeglichen in seinem Körbchen schläft und dieses auch nicht verlässt, wenn der Besitzer aus dem Raum geht, kann man davon ausgehen, dass sich der Welpe sicher fühlt.
Der bzw. die Schlafplätze sind eingerichtet, und weiche kuschelige Hundekörbchen sind den Weidenkörben vorzuziehen. Eines sollte neben dem Bett stehen, sodass der Besitzer seine Hand hineinlegen kann, wenn der Kleine unruhig wird und der Tageskorb soll dort platziert werden, wo sich der Hundehalter am meisten aufhält oder der Welpe Sichtkontakt zu ihm hat und umgekehrt.

Das passende Zubehör, wie Leine, Halsband, ggf. mitwachsend, Futternäpfe, Hundehandtuch, Krallenschere und Zahnbürste sind schon vorhanden, denn sie werden vom ersten Tag an benötigt.
Das Futter soll niemals in der Zeit der Um- und Eingewöhnung gewechselt werden. Der Züchter gibt Ihnen entweder ausreichend Futter mit oder nennt rechtzeitig das Produkt, das gleichzeitig mit der Ankunft des Welpen parat ist.

Rangeinweisung und Stubenreinheit

Der Whippet zählt nicht unbedingt zu den schwierigen Hunderassen, aber auch bei dem noch so liebenswürdigsten Hund, muss der Hundehalter seinen Welpen die Sicherheit der gesellschaftlichen Einreihung geben. Der Hundehalter praktiziert das dadurch, dass er dem Welpen vom ersten Tag an durch seine Überlegenheit und positive Bestärkung bedeutet, wer der Herr im Hause ist.
Ein Welpe ist gegenüber seiner erwachsenen Mutter oder anderen erwachsenen Hunden immer der „kleinste“, der am wenigstens zu beanspruchen hat. Durch unsinnige Erziehung sollte dieser Umstand nicht verändert werden! Der Welpe wird automatisch zum Mittelpunkt in der Familie, vor allem, wenn er noch so jung ist. Durch das Wiederholen der rangeinweisenden Gebote und Übungen, wird eine Hierarchie auch in dem für den Welpen neuen Rudel beibehalten und gefestigt. Das ist Voraussetzung für eine hundegemäße problemlose Erziehung und damit einen sozialverträglichen erwachsenen Whippet. Wenn ein Hund nicht folgt oder gar auf eigene Faust die Welt erkunden geht, ist immer eine fehlende oder unsichere Rangeinordnung die Ursache.

Die Stubenreinheit ist den Besitzern ein vordringliches Problem. Welpen, die beim Züchter bereits gelernt haben, sich im Freien zu lösen, werden sich hier in kürzester Zeit umstellen, sofern der Hundebesitzer den Welpen beobachtet und regelmäßig ins Freie führt. Es gibt eine Faustregel, die besagt alle zwei Stunden, nach dem Aufwachen, nach dem Spiel und nach dem Fressen Gassi-führen. Hierzu sollte der Hundehalter versuchen eine Regelmäßigkeit zu erreichen, damit sich der Welpe schnell anpasst. Der Löseplatz sollte schnell erreichbar sein. Sofern der Welpe Anzeichen macht, sich zu lösen, er sucht und schnüffelt...oder hockt sich gleich hin, dann muss der Besitzer unverzüglich bereit sein, seinen Welpen hochzunehmen und an den Löseplatz zu tragen. Nach erfolgtem Geschäft, wird der Kleine in den höchsten Tönen gelobt.
Passiert einmal ein Mißgeschick und der Kleine hat sich längst einem anderen Thema gewidmet, ist eine nachträgliche Rüge nicht nur wirkungslos sondern kann den Welpen nur verängstigen. Es gilt den Teppich zu reinigen und das nächste Mal besser aufzupassen.

Spaziergänge

Auch weil ein Whippet, sollte der Welpe niemals überfordert werden. Leider hört man noch immer oft, dass Whippetbesitzer Sorge haben, ihrem Whippetwelpen möglicherweise nicht genug Auslauf zu geben. Es gab einmal ein Windhund-Merkblatt für Welpenbesitzer, in dem der Bewegungsbedarf von Windhunden ausdrücklich hervorgehoben wurde. Es war nicht explizit ausgeführt, dass bei Welpen besondere Bedingungen vorherrschen. Man sollte zwar die nötigen Umweltreize schaffen, die der Welpe für seine geistige Entwicklung benötigt, aber mit Spaziergängen zur Ertüchtigung sollte man auf jeden Fall eher sparsam sein. Jede Überforderung führt zu kleinen nicht sogleich erkannten Verletzungen, die möglicherweise später zu einem Problem werden können.

Faustregel : eine Minute Spaziergang pro Lebenswoche, d.h. 12 Minuten an einem Stück mit einem 12 Wochen alten Welpen.

Auch wenn einige Whippetwelpen sehr aufgedreht sind und nie genug bekommen können, muss die Verantwortung beim Besitzer liegen. Er muss, wenn nötig, das Spielen und Toben zwangsweise unterbinden.

Empfehlenswert ist der Besuch von Welpenspiel- und Trainingstagen. Diese Welpentage werden inzwischen in vielen Städten und Gemeinden angeboten.

Marianne Bunyan, 20.12.2001

 
 

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