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Ein Whippetwelpe kommt ins Haus

12 Wochen alter Whippetwelpe
Es ist ein langer Weg, bis endlich der langersehnte Whippet ins Haus kommt.
Viele Whippetinteressenten gehen inzwischen den besten Weg. Sie haben bereits
in einer sorgfältigen Auswahl den geeigneten Züchter und den besten
aller Welpen gefunden. Und die Informationen über Aufzucht und Eingewöhnung,
Futter und Erziehung sind auch schon vermittelt worden, aber grau...grau ist
alle Theorie.
Die Aufregung über das neue Familienmitglied und die Sorge, nur alles
richtig zu machen, sind so groß, dass neue Fragen aus der Praxis auftauchen,
die nicht vorhersehbar waren, oder deren Antworten durch die ganze Hektik wieder
vergessen wurden.
Vorbereitungen, bevor der Welpe einzieht:
1.Zeit- bzw. Urlaubsplanung
2.Schlafplatz bzw. Schlafplätze
3.Zubehör
4.Futter
Dass ein junger Welpe sich zunächst einleben und Vertrauen in seine neue
Umgebung gewinnen muss, sollte jedem Besitzer klar sein. Das Zurechtfinden und
Lernen einschließlich der Rangeinweisung bedarf der dauernden Anwesenheit
des Besitzers bzw. eines erwachsenen Familienmitgliedes. In der ersten Woche
sollte der Welpe nicht allein gelassen werden. Erst wenn er ruhig und ausgeglichen
in seinem Körbchen schläft und dieses auch nicht verlässt, wenn
der Besitzer aus dem Raum geht, kann man davon ausgehen, dass sich der Welpe
sicher fühlt.
Der bzw. die Schlafplätze sind eingerichtet, und weiche kuschelige Hundekörbchen
sind den Weidenkörben vorzuziehen. Eines sollte neben dem Bett stehen,
sodass der Besitzer seine Hand hineinlegen kann, wenn der Kleine unruhig wird
und der Tageskorb soll dort platziert werden, wo sich der Hundehalter am meisten
aufhält oder der Welpe Sichtkontakt zu ihm hat und umgekehrt.
Das passende Zubehör, wie Leine, Halsband, ggf. mitwachsend, Futternäpfe,
Hundehandtuch, Krallenschere und Zahnbürste sind schon vorhanden, denn
sie werden vom ersten Tag an benötigt.
Das Futter soll niemals in der Zeit der Um- und Eingewöhnung gewechselt
werden. Der Züchter gibt Ihnen entweder ausreichend Futter mit oder nennt
rechtzeitig das Produkt, das gleichzeitig mit der Ankunft des Welpen parat ist.
Rangeinweisung und Stubenreinheit
Der Whippet zählt nicht unbedingt zu den schwierigen Hunderassen, aber
auch bei dem noch so liebenswürdigsten Hund, muss der Hundehalter seinen
Welpen die Sicherheit der gesellschaftlichen Einreihung geben. Der Hundehalter
praktiziert das dadurch, dass er dem Welpen vom ersten Tag an durch seine Überlegenheit
und positive Bestärkung bedeutet, wer der Herr im Hause ist.
Ein Welpe ist gegenüber seiner erwachsenen Mutter oder anderen erwachsenen
Hunden immer der kleinste, der am wenigstens zu beanspruchen hat.
Durch unsinnige Erziehung sollte dieser Umstand nicht verändert werden!
Der Welpe wird automatisch zum Mittelpunkt in der Familie, vor allem, wenn er
noch so jung ist. Durch das Wiederholen der rangeinweisenden Gebote und Übungen,
wird eine Hierarchie auch in dem für den Welpen neuen Rudel beibehalten
und gefestigt. Das ist Voraussetzung für eine hundegemäße problemlose
Erziehung und damit einen sozialverträglichen erwachsenen Whippet. Wenn
ein Hund nicht folgt oder gar auf eigene Faust die Welt erkunden geht, ist immer
eine fehlende oder unsichere Rangeinordnung die Ursache.
Die Stubenreinheit ist den Besitzern ein vordringliches Problem. Welpen, die
beim Züchter bereits gelernt haben, sich im Freien zu lösen, werden
sich hier in kürzester Zeit umstellen, sofern der Hundebesitzer den Welpen
beobachtet und regelmäßig ins Freie führt. Es gibt eine Faustregel,
die besagt alle zwei Stunden, nach dem Aufwachen, nach dem Spiel und nach dem
Fressen Gassi-führen. Hierzu sollte der Hundehalter versuchen eine Regelmäßigkeit
zu erreichen, damit sich der Welpe schnell anpasst. Der Löseplatz sollte
schnell erreichbar sein. Sofern der Welpe Anzeichen macht, sich zu lösen,
er sucht und schnüffelt...oder hockt sich gleich hin, dann muss der Besitzer
unverzüglich bereit sein, seinen Welpen hochzunehmen und an den Löseplatz
zu tragen. Nach erfolgtem Geschäft, wird der Kleine in den höchsten
Tönen gelobt.
Passiert einmal ein Mißgeschick und der Kleine hat sich längst einem
anderen Thema gewidmet, ist eine nachträgliche Rüge nicht nur wirkungslos
sondern kann den Welpen nur verängstigen. Es gilt den Teppich zu reinigen
und das nächste Mal besser aufzupassen.
Spaziergänge
Auch weil ein Whippet, sollte der Welpe niemals überfordert werden. Leider
hört man noch immer oft, dass Whippetbesitzer Sorge haben, ihrem Whippetwelpen
möglicherweise nicht genug Auslauf zu geben. Es gab einmal ein Windhund-Merkblatt
für Welpenbesitzer, in dem der Bewegungsbedarf von Windhunden ausdrücklich
hervorgehoben wurde. Es war nicht explizit ausgeführt, dass bei Welpen
besondere Bedingungen vorherrschen. Man sollte zwar die nötigen Umweltreize
schaffen, die der Welpe für seine geistige Entwicklung benötigt, aber
mit Spaziergängen zur Ertüchtigung sollte man auf jeden Fall eher
sparsam sein. Jede Überforderung führt zu kleinen nicht sogleich erkannten
Verletzungen, die möglicherweise später zu einem Problem werden können.
Faustregel : eine Minute Spaziergang pro Lebenswoche, d.h. 12 Minuten an
einem Stück mit einem 12 Wochen alten Welpen.
Auch wenn einige Whippetwelpen sehr aufgedreht sind und nie genug bekommen
können, muss die Verantwortung beim Besitzer liegen. Er muss, wenn nötig,
das Spielen und Toben zwangsweise unterbinden.
Empfehlenswert ist der Besuch von Welpenspiel- und Trainingstagen. Diese Welpentage
werden inzwischen in vielen Städten und Gemeinden angeboten.
Marianne Bunyan, 20.12.2001 |
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