Was ist bei der Erziehung zu beachten?

Es entspricht dem Verhalten eines Hundes sich unter- und einzuordnen.
Erziehung beginnt mit Vertrauen und das sollte der Welpe bereits bei seinem
Züchter mitbekommen. Ein verantwortungsbewußter, seriöser Züchter
weiß über die Entwicklung und Sozialisation von Welpen bescheid und wird
die ersten Wochen entsprechend nutzen.
Es gehört zu einer artgerechten Haltung und zum Verständnis der Hundeseele,
dass der Welpe und junge Hund lernt, wie ein Rudel strukturiert ist. Er braucht das
Dazugehörigkeitsgefühl, Vertrauen und die Zuweisung in seinen Rang, um
seine
Persönlichkeit und seine Fähigkeiten entwickeln und entfalten zu können.
Was im Hunderudel begonnen wurde, darf der Mensch nicht verändern. Vielmehr
muss er die gleiche Hierarchie beibehalten. Das heißt nichts weiter,
als dass der Whippet weiß, dass er erst nach dem Menschen an der Reihe ist und
dass nicht er bestimmt, sondern der Hundehalter.

Erziehung erfolgt durch positives Verstärken, Handzeichen dienen der Verständigung.
Es entspricht dem Verhalten eines Hundes sich unter- und einzuordnen.
Ein 8 Wochen alter Welpe hat in einem Hunderudel nichts zu bestellen. Er muss
vielmehr selbst darauf achten, dass er sich passend verhält, sonst wird von
den erwachsenen Hunden in seine Schranken gewiesen und das kann schmerzhaft
sein. Er muss auch darauf achten, dass er den Anschluß nicht verliert, sonst
ist er verloren.
Bei einem Übergang vom Hunderudel in die Menschenfamilie sollte diese Rudelstruktur
beibehalten bleiben. Damit ist der Weg zu einer problemlosen und artgerechten
Hundehaltung geebnet.
Erziehung erfolgt durch positives Verstärken und durch Beobachtung. Wenn
die Rangfolge stimmt und der neue Besitzer sich über das Verhalten eines Hundes
im klaren ist, braucht der Whippet ein geringes Mass an Korrektur.
Whippets haben keine ausgeprägte Expansionstendenz und sind in der
Regel einfach zu handeln. Sie passen sich dem Menschen an und wollen gefallen
und alles richtig machen. Sie sind sehr sensibel für Strafen, Mißstimmungen
und Launen.

Selbstsichere Haltung und aufmerksamer Blick sind Anzeichen für eine
gute Kinderstube.
Ein geregelter Tagesablauf und das Integrationsgefühl sind ebenso wichtig,
wie die regelmäßigen Streichel- und Schmuseeinheiten. Wichtiger als Fressen
und Auslauf ist das harmonische Zusammenleben. Der Whippet muss wissen, dass
er kompromißlos dazugehört und was man von ihm erwartet, aber viel wichtiger
ist, dass er es auch verstehen kann.
Dazu sind einfache Kommandos und Handzeichen, die immer wiederkehrend sind,
Voraussetzung. Wenn der Whippet Fehler macht, dann liegt es immer am Menschen.
Es gibt inzwischen eine Fülle von guter Literatur. Und es ist nie zu spät
etwas über Hundeverhalten hinzuzulernen.
Bei aller Liebe und Hingabe zu diesen wundervollen Hunden: Sie sind und bleiben
Hunde mit eigenen Bedürfnissen und Verhaltensmustern und sie sind uns
Menschen anvertraut. Wir müssen lernen, sie zu begreifen. |